Tag der Stadtgeschichte

Veranstaltungsformat

Ein Tag der Stadtgeschichte wurde in Jena 2009 zum ersten Mal durchgeführt. Es handelt sich um eine Veranstaltung der Stadt Jena, die bis 2014 alljährlich stattfand. Aufgrund des großen Arbeitsaufwandes für das Projekt "Jena - Lexikon zur Stadtgeschichte" wurde der Stadtgeschichtstag danach nur alle zwei Jahre ausgerichtet. Seit 2019 strebt JenaKultur an, dieses Format wieder in jedem Jahr anzubieten.

2019

Der Neunte Tag der Stadtgeschichte fand am 26. Oktober 2019 im Haus auf der Mauer statt. Es handelte sich um eine Veranstaltung von JenaKultur in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“.

Der Stadtgeschichtstag würdigte den vor dreißig Jahren auch in Jena friedlich vollzogenen Aufbruch in eine neue Zeit. In zwei Podiumsgesprächen kamen zunächst ZeitzeugInnen zu Wort, die in der lokalen Öffentlichkeit die tiefe Gesellschaftskrise couragiert zum Thema machten, v. a. mit Blick auf die Bereiche Ökologie, Gesundheitswesen und Menschenrechte. Des Weiteren erinnerten sich MitgründerInnen der Jenaer Gruppen des Neuen Forum, Demokratischen Aufbruchs und der Bewegung Demokratie Jetzt an ihre frühen Konflikte mit dem überlebten, aber noch mächtigen Regime.

Der Jenaer Schauspieler Martin Bertram trug fiktive „Gedanken und Briefe aus dem Jahr 1989“ vor, die Teil des Theaterstücks „Wie viel mensch…?“ von Mathias Wienecke sind. Ferner spielte er kleine Szenen, die die enorme Dynamik dieses historischen Umbruchs sinnbildlich darstellen.

Näher beleuchtet wurden erstmals die streng geheimen Vorbereitungen des SED-Apparates zur Niederschlagung der Massenproteste im Bezirk Gera. Exemplarisch wurde die dramatische Zuspitzung der Lage vor Ort Ende Oktober 1989 veranschaulicht. Eine Führung zu den Orten der Demokratiebewegung in Jena schloss den diesjährigen Tag der Stadtgeschichte ab.

2018

Der Achte Tag der Stadtgeschichte 2018 reihte sich in ein vielfältiges Programmangebot zivilgesellschaftlicher und städtischer Akteure aus Jena und befreundeter Städte in Europa ein. Das Wochenende um den 9. November stand unter dem Motto „Von Feinden zu Freunden. Ein europäisches Erinnerungsmosaik“.

Der Stadtgeschichtstag erinnerte aus lokaler Perspektive an die Bombenangriffe mit Zeppelin-Luftschiffen auf London während des Ersten Weltkriegs, an die Niederlage des Deutschen Kaiserreichs und den Abschluss des Waffenstillstandsvertrages wenige Tage nach Ausbruch der Revolution in Kiel.

Nach einer Einführung in die Geschichte des Blinker-Denkmals auf dem Landgrafenberg beleuchteten fünf Gesprächspartner in einer Podiumsdiskussion aus unterschiedlichen Blickwinkeln den bisherigen und zukünftigen Umgang mit diesem historischen Erbe.

2016

Der Siebte Tag der Stadtgeschichte 2016 diskutierte das Thema „200 Jahre Eichplatz und Schwarz-Rot-Gold“.

Im Mittelpunkt des Interesses stand ein multimedialer „Rundgang“ durch das historische Altstadtquartier zwischen Johannis- und Leutrastraße. Mit Hilfe alter Stadtansichten, Fotos und Karten, von Filmausschnitten und Zeitzeugen wurde ein aus dem Stadtbild verschwundener Symbolort erinnert, der immer einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis der Stadt behalten wird.

2014

Im Jahr 2014 stand der Sechste Tag der Stadtgeschichte nach 2009 erneut im Zeichen der Erinnerung an die friedliche Revolution in unserer Stadt.

Gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus unserer Partnerstadt Erlangen haben wir an die Anfänge der Städtepartnerschaft und die Ereignisse des Herbstes 1989 erinnert.

Darüber hinaus luden Geschichtsvereine, Aufarbeitungsinitiativen und junge Wissenschaftler aus Jena zu historischen Stadtrundgängen mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten ein. An ausgewählten Orten in der Innenstadt wurde auf den Kriegsausbruch 1914, die nationalsozialistische Herrschaft und den Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 sowie die Großdemonstrationen und Kontroversen vom Herbst 1989 Bezug genommen.

2013

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und unserem zahlreichen Publikum für das gute Gelingen des Fünften Tags der Stadtgeschichte, der am 30. November 2013 im Volksbad Jena zum Thema „Jena im Film“ stattgefunden hat. Das Programm und eine Übersicht der gezeigten Filme können Sie den Dateien unter „Downloads“ entnehmen.

2012

Der Vierte Tag der Stadtgeschichte 2012 widmete sich dem "pädagogischen Jena" und damit der historischen Schul- und Bildungslandschaft unserer Stadt.

Der Bogen wurde von Friedrich Schillers Antrittsvorlesung 1789 über die Jenaer Schulgeschichte in der NS-Zeit bis hin zu autobiographischen Lebensberichten aus der DDR gespannt.

2011

Der Dritte Tag der Stadtgeschichte 2011 beleuchtete die Stadtwerdung und frühe Stadtentwicklung Jenas bis zum Ausgang des Mittelalters und deutete vor diesem Hintergrund die Festwochen der erfundenen Stadtjubiläen von 1936 und 1986 als politische Inszenierungen.

2010

Auf dem Zweiten Tag der Stadtgeschichte 2010 wurde die Öffentlichkeit über neueste Befunde der frühen Stadtgeschichte, die Geschichte der heutigen Jenaer Vororte und das Projekt eines Lexikons zur Jenaer Stadtgeschichte informiert.

2009

Im Jahr 2009 stand der Erste Tag der Stadtgeschichte ganz im Zeichen der Erinnerung an den demokratischen Aufbruch im Herbst 1989.

Downloads

2019 - Programm (PDF, 1.1 MB)
2018 - Programm (PDF, 187.91 KB)
2016 - Programm (PDF, 543.65 KB)
2016 - Präsentation (PDF, 14.87 MB)
2014 - Programm (PDF, 3.08 MB)
2013 - Programm (PDF, 1.47 MB)
2012 - Programm (PDF, 1.42 MB)
2011 - Programm (PDF, 1.19 MB)
2010 - Programm (PDF, 849.95 KB)
2009 - Programm (PDF, 267.08 KB)