
Gedenktafeln
1858, in Vorbereitung der 300-Jahr-Feier der Jenaer Universität, regte der Jenaer Professor Hermann Schaeffer an, Erinnerungstafeln für verdiente Persönlichkeiten aus der Geschichte der Universität an ihren Wohnhäusern anzubringen. Die damals mit zunächst ca. 200 Tafeln begründete Tradition wird bis heute fortgesetzt und bildet einen festen, einmaligen Bestandteil der lokalen Erinnerungskultur.
1987 erfasste eine "Arbeitsgruppe Gedenktafeln" alle Tafeln, die von 1858 bis 1987 angebracht worden waren. Die dazu erschienene Publikation "Gedenk-Tafeln. Kulturgeschichte an Jenas Häusern" (1990) ist Grundlage für alle weiteren Zusammenstellungen. Die meisten Tafeln sind im Format von etwa 40 x 30 cm aus Emaille gefertigt und mit schwarzer Schrift auf weißem Grund versehen. Tafeln an Gebäuden der Friedrich-Schiller-Universität werden durch die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität betreut; Tafeln an städtischen Häusern bzw. für städtische Persönlichkeiten von JenaKultur gepflegt.
Beim Spaziergang durch Jena entdeckt man zahlreiche Häuser, in denen Berühmtheiten gewohnt, gelebt und gearbeitet haben: Wissenschaftler, Schriftsteller, Künstler, Politiker, Unternehmer und viele andere. Über 400 Tafeln halten heute die Erinnerung lebendig. Dabei ist der Bestand in steter Veränderung. Gedenktafeln für Persönlichkeiten, die durch verschiedene Umstände (zumeist Gebäudezerstörung) nicht mehr vorhanden sind, wurden in der nachfolgenden Aufstellung kursiv gekennzeichnet.
Hinweise zu neuen bzw. fehlenden Gedenktafeln nimmt das Stadtarchiv Jena gern entgegen.